Use Your Fucking Headphones (UYFH) spielten, wie wir bereits berichteten, vor ein paar Wochen in Koblenz. Danach tourten sie noch durch ein paar andere deutsche Städte. Franz, der Drummer der Use Your Fucking Headphones, hat sich bereit erklärt mit uns ein Interview zu führen.
WCTD: Franz, danke für dass du das Interview einbauen konntest. Die Tour gesund überstanden?
Franz (UYFH): Klar kein Problem. Soweit ist alles im grünen Bereich.
WCTD: Du bist Drummer der Use Your Fucking Headphones, seit wann spielst du Schlagzeug bzw. wann hast du dein Talent erkannt?
Franz (UYFH): Also Schlagzeug spiele ich seit ich 16 oder 17 bin. Ein bisschen spät für frühkindliche Talententdeckung. Ich hab einfach Lust gehabt Schlagzeug zu lernen. Damals habe ich neben der Schule gejobbt, um mir so ein Set kaufen zu können. Dann hab ich das zu Hause in einem Zimmer aufgebaut und mir meinen ersten Beat reingeprügelt: Blur - Song 2. Zu der Zeit hab wahrscheinlich auch viel zu oft Fifa 98 gespielt. Eine Woche später hatte ich ein "Casting" bei einer Band aus meinem Heimatort. Sie haben mich prompt genommen! Aber nicht, weil ich nach einer Woche "Song 2" trommeln so tierisch gut war, wohl eher, weil ich eine Party bei mir zu Hause geschmissen habe, die wohl ziemlich gut war
WCTD: Franz, Eure Band "Use Your Fucking Headphones" - seit wann existiert eure Band und ist das seit der Gründung die Erstbesetzung mit Dir, Julius und Philipp?
Franz (UYFH): Wir haben Anfang 2009 begonnen ernsthaft Songs zu schreiben. Ursprünglich sollte noch ein vierter Mann dabei sein. Er wollte Sounds erzeugen mittels Vocalizer und Staubsauger oder Mixer. Aber irgendwie hat das nicht so gepasst und wir haben dann einfach zu dritt weitergemacht.
WCTD: Ihr seid nicht alle aus Berlin, wie habt ihr euch kennen gelernt?
Franz (UYFH): Julius und Philipp gehören zu der in Berlin sehr seltenen Gattung der "Urberliner". Ich bin nach dem Abi nach Berlin gezogen und hab Julius später beim Studium kennengelernt. Er hat mir dann Philipp vorgestellt und wir sind zusammen feiern gegangen. Der erste Abend zusammen ist übrigens bis heute unvergessen.
WCTD: Habt ihr Vorbilder - oder warum gerade Indie und nicht eine andere Sparte von Rock?
Franz (UYFH): Ja klar hat man Vorbilder. Meins ist musikalisch gesehen John Bonham. Ich weiß jetzt allerdings nicht wie es bei den anderen aussieht.
Naja, man lässt sich eben beeinflussen von Bands die man gerne hört. Was nicht heißen soll, dass wir versuchen andere Bands nachzumachen. Wir hören einfach alle viel Musik, da wir ja auch gelegentlich als DJs arbeiten. Und das was wir auflegen is ja schon in gewisser Weise ein Einfluss. Wenn auch unbewusst.
WCTD: Die Tour ist seit einer Woche zu Ende. Dein Fazit?
Franz (UYFH): Auf jeden Fall war es eine geile Zeit. Wir hatten sehr viel Spaß zusammen. Aber: The only thing that sucks on tour is the smell :-)
WCTD: Irgendwelche Hotelzimmer zerstört?
Franz (UYFH): Nein, Hotelzimmer haben wir nicht zerstört. Wir sind meist bei Freunden oder Freundesfreunden untergekommen. Das war dann auch immer mit 'ner kleinen Homeparty verbunden. Ganz gleich ob mit oder ohne Playstation.
WCTD: Wo würdest Du am liebsten mal spielen? Glastonbury? Rock am Ring - Centre Stage?
Franz (UYFH): Ich denke jeder, der in einer Band spielt möchte mal auf einem der Festivals spielen oder generell auf Festivals.
Aber mein persönlicher Wunsch, ganz ohne Bescheidheit: Die Royal Albert Hall in London
WCTD: Wie lässt sich derweil die Arbeit mit der Musik mit dem Privatleben und dem eigentlich Beruf vereinbaren? Überschneidet sich das nicht manchmal?
Franz (UYFH): Ja man muss eben im Voraus planen und Prioritäten setzen. Aber irgendwie bekommt man das schon hin. Dennoch ist Spontanität und effektives Proben dabei auch ganz wichtig.
WCTD: Anderes Thema - Es gibt nicht viele deutsche Indiebands die erfolgreich sind mit ihrer Musik. Man könnte zwar jetzt THE KILIANS nennen, jedoch bleibt bei denen ein (langanhaltender) Erfolg aus, da die Konkurrenz aus Großbritannien, Schweden und Frankreich wohl zu groß ist.
Nimmt ihr euch ein Beispiel an den Bands oder wie sehen euere zukünftigen Pläne aus?
Franz (UYFH): Ja das ist eben so. Es kommt natürlich auch ziemlich viel Schrott von da rübergeschwappt. Man muss sich einfach irgendwie von der Masse abheben können.
Wir wollen einfach viele Auftritte spielen. Das ist der Plan für die nahe Zukunft. Natürlich dann noch irgendwann wieder ins Studio gehen und ein Album aufnehmen und veröffentlichen
WCTD: Lass uns davon wissen, wenn ihr ins Studio geht! Danke Dir, für das Interview und schönes restliches 2010. Vielleicht ergibt es sich, dass wir im Frühjahr in Berlin ein Bier trinken gehen!?
Franz (UYFH): Ich kann es kaum erwarten.
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